Bausparförderung in Deutschland

Bausparen dient der Schaffung von Wohneigentum, denn im Rahmen des Bausparens erhält der Kunde zinsgünstige Darlehen, die jedoch zweckgebunden verwendet werden müssen. Um die Schaffung von Wohneigentum zu fördern, erhalten Kunden eine staatliche Bausparförderung. Die Grundvoraussetzung hierfür ist der Abschluss eines Bausparvertrages, zudem muss eine Mindestvertragslaufzeit von 7 Jahren eingehalten werden.

Die Bausparförderung wird in zwei Bereichen gewährt. Dies ist zum einen die Wohnungsbauprämie, zum anderen die Arbeitnehmersparzulage. Die Arbeitnehmersparzulage ist eine Zahlung, die viele Arbeitgeber an ihre Mitarbeiter auszahlen. Wird der Betrag dann in einen Bausparvertrag angelegt, fördert dies der Staat mit jährlich 9% auf die eingezahlten Beträge. Es gibt jedoch Fördergrenzen. So werden pro Jahr maximal 480 Euro, also monatlich 40 Euro Einzahlungen, gefördert.

Wer die Arbeitnehmersparzulage erhalten möchte, muss seinem Arbeitgeber einen entsprechenden Auftrag zukommen lassen. Auch Menschen, die selbst keine Förderung vom Arbeitgeber erhalten, können diese nutzen. Die Überweisung muss lediglich durch den Arbeitgeber erfolgen.

Um die Arbeitnehmersparzulage zu bekommen, müssen jedoch Einkommensvoraussetzungen erfüllt sein. Singles dürfen demnach nicht mehr als EUR 17.600 verdienen, Ehepaare nicht mehr als EUR 35.400. Maßgeblich ist hier das zu versteuernde Einkommen, also Bruttoeinkommen abzüglich Werbungskosten des aktuellen Kalenderjahres.
Beantragt wird die Arbeitnehmersparzulage jedes Jahr im Rahmen der Einkommenssteuererklärung beim Finanzamt. Die Auszahlung erfolgt jedoch erst nach Ablauf der 7 Jahre Anlagezeit.

Die zweite Förderung von Bausparen ist die Wohnungsbauprämie. Diese wird auf alle Einzahlungen gewährt, auch Zinsen oder Leistungen der Arbeitnehmersparzulage. Gefördert werden hier pro Jahr maximal 512 Euro bei Singles und 1.024 Euro bei Ehepaaren. Die Einkommensgrenzen liegen für die Wohnungsbauprämie bei EUR 25.600 bzw. EUR 51.200. Die Wohnungsbauprämie wird jedes Jahr neu direkt bei der Bausparkasse beantragt. Hierzu erhält der Kunde im kommenden Jahr, meist im ersten Quartal, das entsprechende Formular, welches ausgefüllt und unterschrieben an die Bausparkasse zurückgeschickt werden muss. Ein weiterer Vorteil der Wohnungsbauprämie: wer für diese berechtigt ist, muss für den Bausparvertrag keinen Freistellungsauftrag stellen.